Ode an das Reisen – mit unserm Kind…

Es fällt mir derzeit schwer, einen interessanten Beitrag zu schreiben, mit dem Wissen, dass einer unserer größten „Fans“ derzeit nicht „live“ dabei sein kann… Meine geliebte Mama kann uns auf dieser Reise via Blog nicht begleiten, da sie nach einem Notfall im Krankenhaus ist. Mehr als 8.000 km liegen zwischen uns und normalerweise überbrückt dieser Blog die großen Entfernungen, doch dieses Mal ist das leider nicht so möglich. Möge mein Wunsch, dass es dir, liebe Mama, bald wieder ganz gut geht, bald in Erfüllung gehen…

Das Reisen an sich ist ja eine gute Möglichkeit, den ganzen Ballast des Alltags einmal abzuwerfen, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, nichts machen zu müssen, was man nicht möchte und einfach einmal in den Alltag des Gastlandes einzutauchen – wenn man das möchte. Vor Beginn dieser Reise habe ich mir schon viele Fragen gestellt und vor allem immer daran gedacht, wie unsere früheren Urlaube – ohne Florian – so abliefen. Ob das mit ihm so machbar ist? Wird dieser Urlaub genauso interessant/spannend/entspannend wie unsere Letzten werden?

Nach unserem ersten Tag haben sich diese Fragen in Luft aufgelöst, weil man wieder einmal merkt, wie sehr einem der Kleine auf den Boden und in die Gegenwart zurück holt: Es gibt einfach keine Fragen, die es zu beantworten gibt. Man legt einfach los und lässt sich dann treiben, bezieht den Junior mit ein, in die Entscheidungen, wie wir den Tag gestalten sollen und schon verbringt man einen entspannten Tag in Bangkok. 

Ich muss Florian jetzt aber mal offiziell hier loben, weil ich im Traum nicht daran dachte, dass die Anreise so unkompliziert verlief. Er hat sich fast wie ein dritter mitreisender Erwachsener benommen… Im Flugzeug bisschen Spiele spielen, dann essen und danach schlafen. In Dubai gab es viel zu schauen, vor allem die Förderbänder haben es ihm angetan, danach bisschen gerastet, bis der Anschlussflug los ging. Im zweiten Flug hat er glatte vier Stunden geschlafen, sein Essen hat er nicht einmal angerührt – er war voll fertig 🙂 Am Flughafen sind wir über eine halbe Stunde im Flugzeug gestanden, weil aufgrund eines Defektes der Stiege die Türe nicht geöffnet werden konnte. Flo bleibt ruhig, während alle Menschen rund herum schon genervt sind… Am Flughafen dauert die Einreise fast eine Stunde. Flo steht geduldig in der Schlange und wartet. Ich bin genervt. Warten auf die Rucksäcke am Förderband. Stefan’s Rucksack braucht eine gefühlte Ewigkeit. Wir sind zu dem Zeitpunkt schon 30 Stunden wach. Flo ist immer noch gut drauf. Ich bin zu Tode genervt. Dann suchen wir noch den Fahrer, der uns abholen soll… Nach halber Stunde endlich: Jetzt kann es losgehen, Richtung Hotel. Es ist mittlerweile Mitternacht. Ratet mal, wer noch immer lustig drauf ist und wer nicht?!

Um eins endlich ins Bett. Stefan und Florian haben sich noch Essen aufs Zimmer bestellt… Ich nicke ein, während die zwei noch Reis essen 🙂 

Heute haben wir dafür bis halb zwölf geschlafen, Stefan hat das Frühstück ohne uns getestet. Danach Tour durch Bangkok: Wat Sakret auf dem Golden Mount. Florian ist von den Glocken und den Windspielen und den Buddhas begeistert. Wunderschöner Ausblick von oben und sehr schöne Stimmung mit all den Bäumen, die dort wuchern und den versteckten Figuren. Danach geht es mit dem Taxiboot quer durch Bangkok und per dem Tuk Tuk zum Lumphini Park. Florian begibt sich auf die Suche nach den dort frei lebenden Waranen. Wir finden gleich mal einen Waran, der sich gerade sonnt. Sieht aus wie ein Dinosaurier 🙂 Danach fahren wir weiter ins MBK (Einkaufszentrum). Hab dort mein erstes scharfes Essen gegessen… es war wirklich scharf und das Ganze ohne Vorwarnung )-: Zum Abschluss gab es noch eine super schöne Aussicht auf der Terrasse vom 83. Stock und einen Cocktail in der Skybar. Jetzt ist es Zeit zu schlafen, der kleine Mann ist immer noch wach und sollte ins Bett 🙂

Er ist natürlich immer noch gut drauf – war ja klar, oder?

Lumphini Park:

Boot fahren:

Golden Mount:

Taxi:

 

 

Hier ein paar Impressionen:

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